Adrenalinrausch beim Offroad Training

Adrenalinrausch beim Offroad Training

Das Offroad-Trainingsgelände des Motorsportzentrums in Jänschwalde, kurz vor der polnischen Grenze, bedeutet für viele Teilnehmer eine lange, ermüdende Anfahrt. Wir sind einen Tag früher los – mit Stop-Over in Meißen – und treffen zeitig und ausgeruht im Camp ein.

Am Parkplatz holt uns ein TC-Offroad-Guide zur Einweisungsrunde ab. Wir fahren die ersten Hügel der anspruchsvolleren Runde. Mir wird etwas mullmig, als wir kopfüber in eine Sandhügellandschaft tauchen. Nachdem alle Teilnehmer sich versammelt und neugierig die unterschiedlichen Fahrzeug- und Ausbaukonzepte bewundert haben, geht es los mit einem kurzen Geländewagencheck: Luft ablassen auf 1,7 bar, Nummernschilder festzurren, Gruppeneinteilung und einer „lockeren“ Erkundungstour über das Gelände. Wir starten in die rote Runde aka „Hausfrauenrunde“. Die ersten schrägen Kurven lassen weiteres Adrenalin frei. Der Wagen schnurrt unbeeindruckt durch, so eng und steil sie uns auch erscheinen.

In den folgenden drei Tagen Offroad Training bügeln wir unermüdlich über die Hügel der beiden Parcours. Wenn man sich einmal überwunden und einen beherzten Gasfuß hat, zuckelt es sich im 2. Gang, Untersetzung und Differenzialsperre beinahe gemütlich durch die Landschaft. Herausfordernd bleiben Passagen mit klingenden Kosenamen wie „der große Bombentrichter“. So wird das Fahrertraining zum Psychotraining.

Lektion 1: Es sieht immer schlimmer aus als es ist (vor allem für den Beifahrer)
Lektion 2: Immer 10 Prozent mehr Gas
Lektion 3: Im Sand die Differenzialsperre nicht vergessen (gell, Birgit?)
Lektion 4: Unser TD4 nimmt steile Hänge nur im 3. Gang der Untersetzung

Lektion Ausrüstung: Vieles ist teuer und trotzdem überflüssig. Der Greifzug ist eine vielseitige Alternative zur teuren Winde. Ob wir ihn wirklich zu zweit benutzen können, bleibt fraglich. Denn beim Aufrichten eines umgekippten Übungsautos hat sich gezeigt: Männer trumpfen mit Muskelkraft. Acht Frauen kriegen den Wagen nicht gemeinsam wieder aufgestellt. Eine hilfreiche Erkenntnis, um seine Fähigkeiten als Landygirl realistisch einzuschätzen.

Fazit
Wer das eigene Limit und das seines Wagen kennenlernen will, der ist bei TC-Offroad-Trekking sehr gut aufgehoben. Die Guides waren alle sehr hilfsbereit, offroad erfahren, engagiert und wir haben viel gelernt. Insgesamt hätten wir uns abwechslungsreicheres Gelände gewünscht, um verschiedene Fahrtechniken zu üben. Dafür haben wir häufig unsere Grenzen überschritten und sind stolz, vor keiner Aufgabe gekniffen zu haben. Was der Wagen leistet, ist immer wieder erstaunlich. Wirklich toll war die Vorführung der verschiedenen Bergesysteme und Ausrüstungsgegenstände. Schade, dass der Wassergraben 10 cm zu viel für uns hatte. Ohne Schnorchel konnten wir nur am Beckenrand stehen.

Und: Unser Innenausbau ist absolut geländetauglich. Nicht mal das Besteck hört man klappern (naja :-) ). Wir hatten extra alle Kisten, Stühle, Campingtisch und Küchenequipment an Bord gelassen, um auszuprobieren, was uns um die Ohren fliegen kann.

7 Kommentare

  1. Cooles Movie! Ich schaff es grad mal, meine Hemden zu bügeln… Bin schon auf eure nächsten Stunts gespannt. Bitte wieder mit Video :-)

  2. Auf jeden Fall. Zum Geburtstag wünsche ich mir eine GoPro. Übrigens Adrenalin ausschütten muss unglaublich viel Kalorien verbrennen. Wir haben zu jeder Mahlzeit ein halbes Rind verschlungen und der Magen hat immer noch geknurrt.

  3. Super Clip! Weiter so…..hat Suchtpotenzial

  4. Oh Wow! Das sieht schwer nach Abenteuer aus. Wo andere mit ihrem neuen Golf auf den ADAC Übungsplatz zum Sicherheitstraining fahren, fahrt Ihr ins Gelände um das Fahrzeug kennen zu lernen. Chapeau die Damen!

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