Hubdach oder Dachzelt: eine Entscheidungshilfe

Hubdach oder Dachzelt: eine Entscheidungshilfe

Der nächste Meilenstein: an diesem Wochenende bringen wir Elise nach Pforzheim zu X-Vision-X. Dort bekommt sie endlich ihr Hubdach.

Wir haben uns die Entscheidung für ein Hubdach nicht leicht gemacht. Etliche male kreiselten wir die Argumente für und wider Hubdach oder Dachzelt durch. Komfort versus Kosten. Stehhöhe versus Safariflair.

Ein Dachzelt hat durchaus seinen Charme: ein Mischung aus Baumhaus und Daktari. Aufgeklappt ist das Zelt schnell, das Bett bereits gemacht. Das Zelt hält Ungeziefer fern, im Gegensatz zum Landy-Heckscheunentor. Preislich um ein Vielfaches günstiger als der Hubdacheinbau und flexibler obendrein, da man es wieder vom Dachträger abmontieren kann.

Also Dachzelt? … Kreisel …

Zwei Urlaube in Afrika haben wir schon im  Dachzelt verbracht. Saugemütlich, ja. Aber auf Dauer hat mich das allmorgendliche Gefuddel gestört. Zusammengeklappt ist das Dach schnell, aber bis man den Zeltstoff unter die Schutzplane gepröckelt hat und endlich abreisefertig ist, möchte man sich grad wieder hinlegen. Und bei schlechtem Wetter ist man beim Auf- und Abbau, beim Zubettgehen und Aufstehen schutzlos den Elementen ausgesetzt. An einem stürmischen Abend in Afrika flüchteten wir ins Auto, aus Angst mit dem Dachzelt abzuheben.

Also Hubdach? … Kreisel …

Nach der ersten Hubdach-Recherche auf der Abenteuer & Allrad zweifelten wir, ob wir uns diese Umbaukosten nicht sparen könnten, indem wir niedrig bauen und vermeintlich „Sitzhöhe“ erhalten. Gesagt getan. Und bis jetzt würden wir keine größeren Veränderungen an unserem Konzept vornehmen, müssten wir nochmal bauen.

Also Dachzelt? … Kreisel …

Aber nach dem ersten kurzen Schauer in Slowenien war klar: wir brauchen mehr Platz und zwar im Auto. Selbst zwanzig Minuten Abendessen war nur im Halbliegen und Verrenkungen möglich, ein rückenfreundliches und gemütliches Leben in Elise sieht anders aus.

Wir kreiseln also eine weitere Runde.

Schlussendlich haben wir uns daran erinnert, was die ausschlaggebenden Kriterien für unseren Hardtop waren: wir wollten im Auto schlafen können, Stehhöhe haben und die Möglichkeit, notfalls aus dem Bett im Schlafanzug auf den Fahrersitz krabbeln zu können. Als weitere Gimmicks oben drauf, können wir unsere müden Häupter bald auf ein Lattenrost betten – man wird ja schließlich auch nicht jünger und wir hoffen, mit Hubdach besser dem Wetter zu trotzen.

Entscheidung gefallen, Termin vereinbart und in zwei Wochen heißt es endlich: Dach runterziehen und durchstarten. Wir freuen uns drauf!

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9 Kommentare

  1. Also mein klares Entscheidungskriterium für das Hubdach war: Ich will es warm haben. Und das geht am besten im Auto mit Standheizung.

    • Guter Punkt! Bisher mussten wir in keinem Urlaub bitterlich frieren. Ich bin gespannt, wie unser Brühwürfel die neugewonnene Wohnfläche heizt.

  2. Aus ziemlich ähnlichen Gründen und auf Empfehlung von nik (siehe Kommentar oben) habe ich mich kürzlich auch erst für das Dach entschieden.

    Fertig schaut es dann so aus:
    http://www.dannpacktsdich.com/2015/11/hubdach-fuer-den-defender/

    • Hallo Tobias, sieht schick aus. Habt Ihr mittlerweile schon Probe geschlafen? Wir holen unser Auto morgen ab und dann folgt noch eine Runde Polster-Tetris :-)

  3. Das Dach müsste doch längst da sein! Wo bleibt der Bericht??? :-)

    • Du bist sehr aufmerksam. Wir haben den Wagen vergangenen Sonntag geholt. Bilder gehen heute Abend online. :-)

  4. Pingback: Jahr zwei mit Defender - unser Jahresrückblick 2015 - Giraffe 13

  5. Hi,
    wir reisen mit unserem Auto (mazda bravo) durch Australien und leben schon seit einem Jahr hauptsächlich in unserem Dachzelt. Ich finde das total gut,schon vor der Reise war ich fasziniert davon, ich hatte vorher noch nie was von einem Dachzelt gehört.
    Allerdings hast du auch Recht mit den negativen Aspekten,wir mussten auch schon das Ein oder Andere Mal im nassen Auf-und Abbauen und eine Nacht habe ich auf dem Vordersitz verbracht,weil es so gestürmt hat und ich Angst hatte umzukippen :D
    Jedenfalls wollte ich eigentlich nur sagen: Dachzelte sind cool und auf jeden Fall besser als ein Bett hinter den Rücksitzen, aber Hubdächer sind dann doch nochmal ne Nummer komfortabler ;)
    Hier übrigens unser Auto, so haben wir das erste halbe Jahr gelebt, mittlerweile haben wir mehr Platz ( RIP Toyota 4 Runner :( ) https://dennyundsarahunterwegs.files.wordpress.com/2015/04/33.jpg

  6. Hallo Sarah,
    ja, Dachzelte sind urgemütlich, das stimmt. Was für eines habt Ihr? Und wohin zieht es Euch mit Eurem neuen Wagen?

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