Calgary

Calgary

Aktualisiert am 25. Juli 2016 um 04:11

Dienstag, 17.9.2013
In aller Herrgottsfrühe geht es weiter nach Calgary. Nick ist so lieb und fährt uns. Ich hoffe, wir schaffen im nächsten Jahr ein Wiedersehen in good old Europe. Zum ersten Mal überfliege ich die unendliche Breite des kanadischen Kontinente, die riesigen Seen, die Ödnis mittleren Provinzen in Richtung Rocky Mountains. Unser Bed & Breakfast, das Tending Gardens, ist wundervoll. Überhaupt sollte man in Kanada ausschließlich in B&Bs schlafen. Das ist kein Tipp, das ist eine Regel! Die Zimmer sind liebevoll eingerichtet, die Gastgeber herzlich und mit dem Frühstück übertreffen sie sich gegenseitig.
Tending Gardens
Nach einer Stärkung mit Timbits und einer Dusche geht es los in die Stadt. Wir fahren mit dem Zug. Eine schlaue Idee unserer Gastgeberin. In nur 15 Minuten ist man mitten in der Stadt. Die Stammstrecke ließe sich sogar kostenlos befahren. Calgary wirkt trotz Wolkenkratzer nicht wie eine typische nordamerikanische Großstadt. Ein Dornröschen-Charme haftet der Stadt an. Ölhauptstadt und doch grün mit den meisten Radlern, die ich bisher in Kanada gesehen habe. Nette kleine Lokale, ein botanischer Garten in einer Mall.
Devonian Gardens
So bummeln wir gemütlich durch die Stadt und beenden den Tag mit einem obligatorischen Steak in der Cowboy-Metropole Kanadas.
Calgary - bridge to Prince's Island Park
Downtown Calgary
Mittwoch, 18.9.2013
Tinas Frühstück ist unglaublich. Selbstgemachter Joghurt mit frischen Früchten und selbstgemachtem Kompott. Ein Eiersoufflee mit gebratenem Speck und Toast. Wir sitzen gemeinsam mit den anderen Gästen im Esszimmer. Ich fühle mich, als wäre ich bei Verwandten zu Besuch – im Guten Sinne. Wir verratschen uns mit einem älteren amerikanischen Ehepaar – Jerry und Elene, die ihren 45. Hochzeitstag in den Rockies feiern.
Im Supermarkt versorgen wir uns mit Proviant. Die Stadt ist klein, bei den Marmeladen treffen wir unser Ehepaar wieder. Und diesmal fühlen sich die Europäer in der Fremde heimischer, als die Kalifornier. Die kleinen Unterschiede: „Have you seen this interesting concept. You can rent shopping carts, and I think you even get your money back.“
Wir haben heute nichts vor außer nach Banff zu fahren. Unseren ersten Stop in den Rockies. Und es regnet wie aus Eimern. Unsere Gastgeberin hat einen eigenwilligen Vorschlag: wir sollen uns einen Outdoor-Laden zehn Kilometer außerhalb der Stadt ansehen. Jerry und Elene bekräftigen den Insider-Tipp mit wildem Kopfgenicke und dem euphorischen Gekrusche nach der Kamera. 400 ausgestopfte Tiere und gigantische Wandmalereien sollen diesen Laden zu einem Weltkulturerbe machen. Da wir keine Lust haben im Regen durch die Stadt zu stapfen, wagen wir es und werden nicht enttäuscht: Bass Pro Deko Madness.  Und für jede Waffe, gibt es einen eigenen Schießstand: Gewehre, Armbrüste, ich hatte die Kanadier friedliebender in Erinnerung.
Bass Pro

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