Kein Motorbootdröhnen, keine Industrie verpesten die Stimmung an diesem schönen See.

Camping in Albanien

Aktualisiert am 8. Februar 2018 um 05:33

Dass Albanien ein Land im Aufbruch ist, tut sich, auch was die Campingplätze angeht, viel. Es wird auf-, ab- und umgebaut, so dass Reiseführer offensichtlich Schwierigkeiten haben, aktuell zu bleiben.

Wir haben teilweise wild gecampt, was in Albanien erstens erlaubt und zweitens unproblematisch ist. Aber, ich gestehe, ich habe gerne eine heiße Dusche und ein richtiges Klo… Hier also unsere Empfehlung für gemütliche Campingplätze:

Nashos bei Himarë

War rückblickend der schönste Platz. Man steht hier wunderbar schattig unter Olivenbäumen und das Gelände ist so dezent parzelliert und terrassiert, das es sich unaufdringlich in die Natur einfügt. Platz ist für etwa zehn Autos, sieht aber so aus als würde hier demnächst erweitert werden. Die sanitären Anlagen sind prima in Ordnung. Der Besitzer ist Grieche, spricht auch italienisch aber kein englisch, so dass wir uns mit Händen und Füssen verständigt haben. An einem Abend hat er für uns Fisch vom Grill mit Röstkartoffeln und Salat gezaubert. Mit Abstand die beste Mahlzeit und der Stromausfall hat es grad noch uriger gemacht. Gleich gegenüber ist der Strand. Was will man mehr?

Camping in Albanien: Nashos Camping

Berat Caravan Camping

Der Campingplatz scheint noch sehr neu und besteht im Wesentlichen aus einer großen Wiese hinterm Haus der Familie. An einer Seite gibt es zusätzlich eine Überdachung für sechs Wohnwagen oder Zelte. Zahlreiche Bäumchen sind gepflanzt, brauchen aber noch bis sie richtig Schatten spenden. Die Besitzer sind wahnsinnig nett und zur Begrüßung gab es einen großartigen Eiskaffee. Die sanitären Anlagen sind mit Abstand das sauberste, was wir je erlebt haben. Auf einer kleinen Terrasse wird Abendessen servier. Natürlich Fisch oder Fleisch, Kartoffeln und Salat. Nicht ganz so gut wie bei Nashos aber auch in Ordnung. Der Campingplatz selber liegt 12 km von Berat entfernt, wohin man mit dem Bus fahren kann. Einen Pool hätte es noch in der Nähe zur Mitbenutzung gegeben. Da kamen wir aber nicht dazu.

Camping Beach ERLIN am Ohridsee

Eigentlich wollten wir Camping Peshku ansteuern, um zwei oder drei Tage am Ohridsee zu entspannen. Stand im Reiseführer sehr nett beschrieben. Als wir ankamen, fanden wir nur noch Fundamente der sanitären Anlagen vor und einen verlassenen Platz. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob der Platz geschlossen ist oder nur renoviert wird. Nach einiger Suche haben wir dann Camping Beach ERLIN bei Lin entdeckt. Das ist ein recht große, neue Anlage. Ich kann das schwer schätzen, aber 40 Stellplätze sind es bestimmt. War natürlich lange nicht so viel los, weshalb es dann eben auch gemütlich war. Die Autos verteilen sich in angelegten Reihen mit Wiese, was ein bißchen Parkplatzcharakter hat. Direkt am See gibt es Liegestühle und eine Strandbar. Serviert wird – natürlich – Fisch, Fleisch, Kartoffeln und Salat. Grösstes Manko sicherlich, dass wir bereits beim ersten Blick auf den See erschreckend viele Wasserschlangen entdeckt haben. Ob giftig oder nicht war uns dann auch egal, zum Baden hatten wir keine rechte Lust und sind direkt am nächsten Tag weiter bis nach Shkodra gefahren.

Bunker am Strand, Albanien
Jeder wehrpflichtige Mann musste zu Diktator Hoxhas Zeiten einen Bunker bauen. Heute zieren die Wehrpilze das ganze Land.

Lake Shkodra Resort

Für albanische Verhältnisse ein riesiger Campingplatz auf einer großen, zweigeteilten Wiese direkt am See mit 100 Stellplätzen. Hier scheinen viele Reisende einen Stop-over auf dem Weg nach Griechenland einzulegen, so dass es zeitweise recht voll war. Ein Teil der Stellwiese weiter weg vom See, sah dann auch eher aus wie ein großer Womo-Parkplatz. Im vorderen Teil hat man deutlich mehr Platz und kleine Strohdächer spenden Schatten. Auch hier gibt es Liegestühle und eine Beachbar mit einer auffallend großen, italienisch anmutenden Speisekarte. Da der Lake Shkodra von Schilf umgeben ist, führt ein Steg ins Wasser. Keine Schlange weit und breit. Die sanitären Anlagen sind modern und sehr gut gepflegt. Der Platz kann in der vorderen Hälfte saugemütlich sein und besticht durch seine tollen Ausblicke auf den friedlichen See. Der lebhafte Ort Shkodra und die Rozafaburg sind nicht weit, so dass neben Baden viel geboten ist. Kurzum wir haben uns hier pudelwohl gefühlt und sind direkt drei Tage geblieben.

Sonnenuntergang am Skutarisee, Albanien
Das Lake Resort Shkodra ist eine gute Basis für Ausflüge in die albanischen Alpen oder die Stadt Shkodra.

2 Comments

  1. Good to see you are having a blast on the road. Nice photos!

    Noel and Marilu
    Maggieinafrica.com

    • Hi Noel, thanks. Albania is a terrific country. And in the Alps I figure great practice for the Sani pass :-) Are you at the end of your trip or will we meet each other on southern African roads in December? I love following your adventures on your blog!
      Hope to meet you some day
      Stef

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