Grenzübergang: Namibia nach Sambia (Katima Mulilo)

Grenzübergang: Namibia nach Sambia (Katima Mulilo)

Aktualisiert am 17. September 2017 um 03:32

Grenzübergänge in Afrika können zeit- und nervenraubend sein. Müssen sie aber nicht. Bis auf einige unterschiedliche Gebühren ist das Prozedere eigentlich immer das Gleiche. Wir haben für Euch alle Infos für den Grenzübergang von Namibia nach Sambia zusammengestellt.

Von Namibia kommt man auf zwei Wegen nach Sambia. Der eine Weg führt über Ngoma Bridge nach Botswana und von dort über Kazungula nach Sambia. Was wir als sehr hektisch in Erinnerung haben. Wir entscheiden uns deshalb für den direkten Weg über Katima Mulilo.

Vorteil: Kleiner, ruhiger Grenzübergang.

Nachteil: Die Straße von Katima Mulilo nach Livingstone ist bis Kazungula in fürchterlichem Zustand. Deshalb wird sie liebevoll Potholia (Schlaglochhausen) genannt. Unsere Reisegeschwindigkeit übersteigt selten 30 km/h, damit wir die zerpflückten Teerpassagen zwischen den ganzen Schlaglöchern besser treffen.

Ausreise Namibia

Die Ausreise aus Namibia ist unproblematisch und schnell. Der LKW-Verkehr erfolgt zum Großteil über Ngoma Brigde nach Botswana. Deshalb sind die Warteschlangen kurz. Beim Zoll in Keetmannshoop hatte man uns informiert, dass es an der kleinen Grenze keinen Zollbeamten gäbe. Das Carnet sollten wir beim Ministry of Customs & Excise stempeln lassen. Diese Information stimmt so nicht mehr. Die Grenze bei Katima Mulilo hat mittlerweile einen eigenen Zoll-Schalter.

  1. Exit-Stempel für das Carnet
  2. Ausreise-Stempel im Pass

Auf Wiedersehen Namibia!

Einreise Sambia

Die Einreise in Sambia ist gut strukturiert. Die Beamten der Einreisebehörde sind sehr nett und hilfsbereit und erklären geduldig Schritt für Schritt, was zu tun ist. Ein Schlepper ist auf keinen Fall erforderlich, die findet man hier ohnehin nicht. Vor dem Gebäude warten nur Geldwechsler und preisen ihre guten Wechselkurse an. Wer kein schneller Kopfrechner ist: Es gibt auf dem Gelände auch eine Bank und einen Bankautomaten.

Das Visum erhält man direkt bei Einreise. Ein Single Entry kostet 50 USD pro Person, ein Double Entry 70 USD. Mit einem Touristenvisum darf man pro Jahr bis zu 90 Tage durch Sambia reisen. Ein Double-Entry-Visum lohnt sich zum Beispiel für einen Abstecher nach Malawi oder Simbabwe. Achtung: die zweite Einreise muss innerhalb der laufenden drei Monate erfolgen. Wir haben genau angegeben, dass wir nur auf der Durchreise sind und haben ein Visum für zehn Tage bekommen. Wer flexibel bleiben will, sollte unbedingt die vollen drei Monate beantragen.

Für das eigene Auto sind außerdem erforderlich:

  1. Carbon Tax:  200 sambische Kwacha (etwa 20 Euro)
  2. Entry-Stempel im Carnet de Passage.
  3. Versicherung für einen Monat: 487 Kwacha (etwa 50 Euro)
  4. Road Tax:  20 USD (werden bei der Bank nebenan bezahlt)

Bis auf die Road Tax mussten wir alles in bar bezahlen, entweder in Kwacha, südafrikanischen Rand oder US-Dollar.

Kurz nach der Grenze mussten wir weitere 30 Kwacha für eine Art Gemeindegebühr bezahlen. Zwei Stunden und 180 Euro später waren wir in Sambia.

Einreisebestimmungen können sich immer wieder ändern. Aktuelle Informationen zu Einreise und Visum gibt es beim Auswärtigen Amt. Für unterwegs gibt es diesen Service auch als App „Sicher reisen“, sehr praktisch!

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