Inspiration auf der Offroad Messe

Aktualisiert am 13. März 2016 um 03:03

Landcruiser oder Defender? Dachzelt oder Hubdach? Welches Fahrwerk ist das Beste für unseren Trip nach und durch Afrika? Mit was fangen wir am besten an? Internetrecherchen helfen uns da schon lange nicht mehr weiter. Es geht ans Eingemachte und wir brauchen Infos aus erster Hand – von Weltenbummlern, Abenteurern und Herstellern. So landeten wir mit einer langen Listen zum ersten Mal auf Europas größter Offroad Messe, der Abenteuer & Allrad in Bad Kissingen.

Dachzelt oder Hubdach?

Vor der Abenteuer & Allrad war die Antwort: Hubdach. Während der Messe: Dachzelt. Vor allem das Konzept von Autocamp hat es uns angetan. Mit Montage zu haben für unter 3000 Euro. Stabiles Zeltkonstrukt und Zeltverlängerung, wasserabweisendes Material, gummierte Reißverschlüsse. Wir haben uns lange mit dem Inhaber unterhalten und uns die Zelte vorführen lassen. Hilfreich waren außerdem die vielen Geschichten und Fotos seiner Kunden, die er in dutzenden Ordnern dabei hat.

Autocamp Dechzelt

Nachdem wir uns fast schon ein Marco Polo auf unseren Golf hätten montieren lassen, sind wir jetzt doch wieder zu Hubdach geschwankt. Das Argument ist, dass wir im Wagen möglichst stehen und vom Schlafplatz aus in die Fahrerkabine kommen wollen. Falls doch mal was ist…

Das Flibbe-di-Flap-Erlebnis mit unserer Howling-Moon-Krücke, die uns in Südafrika schlaflose, weil stürmische Nächte, beschert hatte, hoffen wir mit einem Hubdach nicht wiederholen zu müssen.

Landcruiser oder Defender?

Ganz klar: Landcruiser. Immer noch, mehrfach bestätigt – wenn das Buschtaxi nur unser Budget nicht so sprengen würde. Großartig ist natürlich die Flotte von Tom’s Fahrzeugtechnik. Meine Augen begannen erst zu leuchten und gleich darauf zu tränen – nachdem mein Blick auf das Preisschild fiel. Ist jeden Euro wert, der Innenausbau genial wohnlich, stabil und praktisch, aber leider sowas von außerhalb unseres Budgets. Wir unterhielten uns länger mit einem Pärchen, die mit ihrem eigenen Wagen auf Toms Ausstellfläche standen. Wundervoller Wagen, ein HJZ80, glaube ich – hätte ich vom Fleck weg gekauft. Sie seien viel in der Sahara unterwegs und was eben für den Landcruiser spräche: „Jeder will nen Defender, ist absoluter Kult klar, und man sieht viele damit in die Wüste reinfahren. Aber raus, werden die meisten von einem Landcruiser geschleppt ;-)“ Das ist ein unschlagbares Argument. Der Besitzer hat mich dann auch noch im Defender eines Bekannten sitzen lassen: „Eng, oder?“ – Ja, unglaublich eng!

Landcruiser, also. Am liebsten einen HZJ78 oder 80. Am liebsten schon auf- und ausgerüstet mit OME-Fahrwerk, großem Tank, Hubdach, …  Mit weniger als 100.000 km drauf und für unter 30.000 Euro. Nicht ganz einfach, ich weiß, aber es gibt ihn, irgendwo da draussen.

Ausgebauter Landcruiser von Tom's Fahrzeugtechnik

Innenausbau

Eine günstige und einfache Lösung für den Innenausbau haben wir bei 4×4-Innenausbau entdeckt: das Easy-Case System kann man sich entwerfen und zuschneiden lassen und dann selbst zusammen nieten. Wir haben uns das in einem Landrover Defender angesehen.

4x4 Innenausbau

In einer Küche kann man nie genug Arbeitsfläche haben. Das gilt auch für eine Outdoor-Küche. Desert-Tec nutzt hierfür die Sandbleche: clever und einfach.

Sandbleche als Arbeitsfläche

Die mobile Küche von LandCruiserService lässt sich praktisch in der Tür verbauen. Kostet um die 500 Euro, die Aufhängung fand ich sehr patent.

Mobile Küche

Fazit

Nicht auf alle Fragen haben wir eine definitive Antwort gefunden, aber dafür einen ganz Sack neuer Ideen mitgebracht. Wir haben viele spannende Leute getroffen, die uns in unseren Reiseplänen bestärkt haben. Haben coole Autos und pfiffige Ausbauten entdeckt. Spaß hat man an den Allradteststrecken als Zuschauer und beim nächsten Mal auch als Mitfahrer. All das hatten wir uns von unserem Messe-Besuch erhofft. Im nächsten Jahr fahren wir sicher wieder nach Bad Kissingen. Der Termin für die nächste Abenteuer & Allrad steht auch schon: 30.5. bis 2.6.

Vom 7. bis 9. September wär auch noch das Buschtaxi-Treffen in Storndorf. …

3 Comments

  1. Die Abenteurer-Namen „Flibbe-di-Flap“ und „Howling-Moon“ klingen aber viel romantischer als Hubdach. Ansonsten: Coole Reportage, bin schon gespannt, wie es weitergeht… auf den RSS-Knopf oben rechts hab ich schon geklickt.

  2. Pingback: Der Plan: Es wird ein Land Rover Defender 110 | Giraffe 13

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