Zusatztank in den Defender einbauen

Zusatztank in den Defender einbauen

Unser Landy, die blaue Elise, hat von Haus aus einen 70 Liter Diesel Tank, der uns auf europäischen Straßen knapp 600 Kilometer weit bringt. Auf afrikanischen Sandpisten mit einer geringeren Tankstellen-Dichte ist das Motto: man kann nie genug Diesel an Bord haben. Für den Defender gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Reichweite zu erhöhen.

Variante eins sind die üblichen Benzinkanister. Diese kann man zum Beispiel an der Seite des Wagens befestigen. Sieht schick aus, ist aber in Deutschland verboten und wir wollten unsere Fenster ohnehin nicht zubauen. Bliebe noch die Möglichkeit, die Kanister auf dem Dach herumzufahren. So hatten wir das bei unserem Miet-Landcruiser in Malawi. Und was soll ich sagen. Das war eine ganz schöne Sauerei. Erstens war es für uns beide eine rechte Buckelei, die 20 kg vom Dach zu wuppen und zweitens war es nicht viel einfacher, den Treibstoff mit Gefühl in den Tank zu kippen. Und wenn man dann noch berechnet, dass wir dafür einen Dachgepäckträger benötigen, auf den wir bisher verzichten wollen, ist es so günstig nicht mehr.

Also war die Alternative für die wir uns entschieden haben, der Einbau eines Zusatztanks. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Den kompletten Tank durch einen größeren ersetzen, kam für uns nicht in Frage, weil wir die Basis des Fahrzeugs so wenig wie möglich verändern wollen. Alle Konstruktionen mit Pumpen oder gar Marke Eigenbau waren uns viel zu kompliziert. Blieben als noch die zusätzlich einzubauenden Durchlauftanks übrig. Hier kamen vor allem der von Front Runner in Frage,der mit 55 Litern das größte Volumen bietet oder der von gmb mount mit 47 Litern. Beide bezahlbar, aber letztendlich haben wir bei gmb mount bestellt, da hier schon das Teilegutachten vom TÜV Süd dabei ist und man nur noch den Einbau selber abnehmen lassen muss.

Wie man den Zusatztank einbaut

Den Einbau haben wir uns trotz ausführlicher Anleitung nicht zugetraut und mal wieder Knut vom 4×4 Innenausbau um Hilfe gebeten. Der hatte Franz zur Unterstützung da. Richtig viel konnten wir nicht beitragen, haben aber wenigstens versucht, aufzupassen: zunächst mal kommt Elise auf die Hebebühne und das rechte Hinterrad wird abmontiert. Genauso wie der Schmutzfänger und die Verstärkung für den Kotflügel. Nun ist genug Platz, um den Tank in den Hohlraum hinten rechts einzubauen. Beim Hardtop könnte hier alternativ ein Außenfach hin, das uns aber für das bisschen Stauraum zu teuer ist. Zum Einbau selber sollte der Originaltank höchstens halb voll sein, sonst muss man vorher noch Diesel ablassen, will man nicht die Werkstatt fluten.

Als erstes baut man den alten Einfüllstutzen, mit Füllschlauch und Entlüftungsschlauch ab. Der Tank selber wird nun durch vier Schrauben am neuen Stutzen befestigt. Eine neuer Tankdeckel ist mit dabei. So hängt er schon mal locker am Wagen und zusätzlich Halt zum weiteren Einbau gibt ein Getriebeheber. Anschließend werden die Schläuche miteinander verbunden, damit bei den weiteren Bohrungen, keine Späne in den Tank geraten.

Die vordere Halterung wird im Wageninnenraum verschraubt. Das hieß bei uns: Steffis Kleiderschrank musste wieder raus. Aber darin haben wir mittlerweile Übung. Die hintere Halterung des Tanks befindet sich an der Hecktraverse, ist aber leider wenig patent gelöst, da die Schraube den Hohlraum der Traverse zusammenzieht. Deshalb hat Franz die Bohrungen vergrößert und so den Tank nur am vorderen Teil der Hecktraverse befestigt. Fertig!

Klingt eigentlich ganz einfach, war aber aufgrund nicht passender Bohrlöcher und der leicht unterschiedlichen Bauweise vom Hardtop, doch auch mit Tüftelei verbunden. Wir müssen nun beim nächsten Tankstop nur noch überprüfen, ob wirklich alles dicht ist. :-)

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4 Comments

  1. Wir haben auch den gmb-Tank verbaut. Dicht war nicht sofort alles, aber das waren Kleinigkeiten. Und jetzt freuen wir uns bei jedem Tankstopp, dass wir ein paar hundert Kilometer weiter kommen, als vorher.

    • War Euer Tank selbst undicht oder lag es am Einbau? Wir haben nun den ersten Tankstopp hinter uns: alles tutti. Nur an das mutig über den automatischen Tankstopp drüber tanken müssen wir uns noch gewöhnen :-)

      • Der Tank selbst ist absolut dicht. Beim Einbau hat’s a bisserl getropft. Und ich bin immer noch vom Fassungsvermögen begeistert. Wie in der Werbung: Der Hälfte der Tankwarte kann ich jetzt im Vorbeifahren zuwinken und sehe sie weinen :-)

        • Stefanie

          :-) Klingt super, darauf freuen wir uns auch schon. Und der TÜV hatte auch nichts einzuwenden.

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