Kaffee überm Feuer – Genuss beim Campen

Kaffee überm Feuer – Genuss beim Campen

Aktualisiert am 5. September 2018 um 03:43

Während unserer Auszeit in Afrika haben wir gelernt, dass es oft die kleinen Dinge im Leben sind, die die größte Freude bereiten. Wie zum Beispiel frisch gebrühter Kaffee beim Campen. Unentbehrlich für das Leben im Landy. Deshalb haben wir mittlerweile eine richtig gute Ausrüstung zusammen, die wir Dir hier vorstellen. 

Als ich noch in der Klinik gearbeitet habe, habe ich unmotiviert ein bis zwei Liter schlechten Filterkaffee in mich reingeschüttet. Doch seit ich selbstständig und selbstbestimmt lebe, nehme ich mir Zeit. Zeit uns morgens einen frischen Kaffee zuzubereiten. Der genügt mir für den ganzen Tag. Nun wo ich mich nicht mehr pushen muss. Ich genieße das zu Hause. Aber natürlich schmeckt es unterwegs in unserem  Landy, der blauen Elise, doppelt gut.

Kaffeemühle, Souvenir aus Swakopmund, Namibia

Während einer wunderbaren Woche in Swakopmund habe wir den kleinen Laden Slowtown Coffee Roasters entdeckt und uns eine Handmühle gegönnt. Von der Menge reicht sie genau für unsere French Press und läßt sich praktisch in selbiger verstauen. Die Mahlstufe kann man mit einem Handgriff von grob bis espressofein einstellen. Es gibt einfach nichts Gemütlicheres als mich im Hubdach noch einmal umzudrehen, während ich Steffi Kaffee mahlen höre. Frischer Kaffeeduft breitet sich über dem afrikanischen Busch aus. Herrlich.

Kaffee aus der French Press

Da ich vor allem vor meiner ersten Tasse Kaffee am Morgen ziemlich ungeschickt bin, haben wir uns eine bruchsichere Camping French Press gegönnt. Es gab mal einen warmhaltenden Überzug aber den haben wir rasch aufgegeben. Der Kaffee ist ohnehin schnell getrunken. Das Prinzip ist so wunderbar schlicht. Und einfach lecker. Bruchsicher ist übrigens auch unserer faltbarer Trinkbecher. Verschütten unmöglich. Das ist hilfreich auf der frühen Pirschfahrt durchs Gelände im afrikanischen Busch. Hier noch unsere Protip: Im Busch gilt “Der frühe Vogel fängt den Wurm”. Also sind wir mit der Zeit dazu übergegangen, den Kaffee schon am Abend zu kochen und über Nacht im Kühlschrank aufzubewahren. Das spart beim Aufbruch am nächsten Morgen locker 20 Minuten. Und bei 40 Grad im Schatten macht kalter Kaffee nicht nur schön sondern erfrischt und weckt die Lebensgeister.

Espressokanne

Wenn es etwas stärker sein darf, brühen wir uns gerne mal einen Espresso aus der Alukanne. Am liebsten natürlich über offenem Feuer. Da fühlen wir uns beide wie echte Cowboys.

Milchschäumer Liebe Frieden Glück

Abgerundet wurde unsere Kaffeeerlebnis erst kürzlich durch einen Milchschäumer von Liebe Friede Glück, den eine gute Freundin uns geschenkt hat. Er braucht keine Batterien, ist leicht sauber zu machen und schäumt wie ein Großer. Da können wir einfach einen Schluck Milch in die Campertasse schütten und direkt aufschäumen. Das spart den extra Milchtopf.

Einfach guter Kaffee

Doch die beste Ausrüstung nützt nichts, wenn die Bohne nichts kann. Wir lieben Läden, die Kaffee mit Leidenschaft bereiten. Das schmeckt man einfach. Empfehlen können wir die GscheidHAFERL Kaffeerösterei in Bad Kötzing im Bayerischen Wald. Die macht nicht nur gscheiden Kaffee. Nein, Matthias Wutz reist auch direkt mal nach Brasilien, um den Weg der Bohne zu verfolgen.

Und wer sich nach Essen verirrt, sollte unbedingt die Kettwiger Kaffeerösterei besuchen. Jörn Porankiwitz legt nicht nur wert auf schönes Ambiente sondern auch auf fairen Handel. “Flores del Cafe” zum Beispiel ist eine Bohne aus Nicaragua, die ausschließlich von Frauen verarbeitet wird, um so Familien ein weiteres Einkommen zu dem des Mannes zu ermöglichen. Da schmeckt der Kaffee gleich noch mal so gut.

Wie genießt Ihr Euren Kaffee beim Campen?

3 Comments

  1. Es wird Zeit, dass ihr wieder auf Tour geht, damit ihr wieder spannende und nicht so dekadente Artikel schreibt.

    Liebe Grüße

    Euer Sammi

    • Das finden wir auch :) In zwei Wochen geht es nach Spanien, da kann Elise endlich wieder Abenteuer erleben.
      Aber Kaffee über dem Feuer, handgemahlen ist doch eher back-to-the roots. Eine Nespresso-Maschine wäre dekadent.

    • Lieber Sammi,

      für mich sind weder Kaffee noch Pizza dekadent…. sondern essentieller Bestandteil für ein glückliches Leben:)
      Du darfst die “langweiligen” Artikel aber gerne überspringen.
      In Bälde gibt es wieder Reiseberichte. Spanien ist an der Reihe! Wir sind gespannt.

      Viele Grüße
      Birgit

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