Camping Küche

Die Roadtrip Packliste

Ob langes Wochenende oder Langzeitreise, wir haben eine umfangreiche Packliste zusammengestellt. Alles was man für den nächsten Roadtrip im Campervan braucht, um für alle Abenteuer, Wetter und Notfälle gerüstet zu sein.

Die gegenseitige Besichtigung der Reisemobile gehört bei jedem Globetrotter-Treffen und auf vielen Camping-Plätzen zum abendlichen Verdauungsspaziergang. Wir werden oft gefragt, was wir auf unsere Afrika-Reisen mitnehmen. Und ob das auch alles in unseren kleinen Landy passt?

Für die Containerverschiffung nach Afrika hatten wir unsere blaue Elise schon ziemlich vollständig gepackt. Dabei ist eine recht ausführlich Packliste entstanden, die wir gern mit euch teilen.

Nachdem wir ein Jahr im Landy gelebt haben, gibt es jetzt ein umfassendes Update unserer Packliste: Was hat gefehlt, was bleibt beim nächsten Mal daheim und auf was konnten wir nicht verzichten.

Packliste: Camping-Küche

Küche in der Staukiste

Unsere komplette Küche, bis auf Gewürze und Gaskocher haben wir in einer kleinen Alu Staukisten untergebracht. Früher haben wir nur mit einem kleinen Optimus Crux Kocher und einer kleinen Gaspatrone gekocht. Mittlerweile haben wir auf einen Zweiplattenkocher mit Gasflasche aufgerüstet.

Kompressor-Kühlschrank

Wir sind mit unserem kleinen Waeco Coolfreeze (mittlerweile Dometic) immer noch hoch zufrieden. Anfangs haben wir noch damit gehadert, ob wir mit den 21 Litern wirklich klar kommen. Aufgrund eines Messfehlers passte die größere 40 Liter Variante leider nicht. Aber nach einem Jahr in Afrika ist unser Fazit: perfekt. Er nimmt nicht zu viel Platz im Landy weg. Gekühlt wurde nur das wichtigste: Bier, Käse, Fleisch.

Campingtisch

Für uns auch nach einem Jahr immer noch der beste Camping-Tisch. Und wir haben wirklich viele angesehen. Die Roll-Dinger sind uns zu wackelig, alles andere zu sperrig oder schwer. Der Coleman 6-in-1 ist für uns die perfekte Mischung. Er ist stabil und lässt sich kompakt zusammenbauen. Dank der abschraubbaren Beine, dient er mal als große Tafel, mal als Beistelltisch. Mittlerweile haben wir den Tisch in der zweiten Generation.

Outdoor-Stühle

Schnell aufgeklappt, schnell zusammengebaut, gutes Packmaß und vorallem: sehr bequem. Die Regiestühle sind für uns immer noch das Nonplusultra. Das einzige, was man noch ergänzen könnte, wäre ein Getränkehalter.

Grill

Auf unserer langen Reise hatten wir einen kleinen, kompakten Outdoor-Grill Esbit Klappbarer Koffergrill BBQ-Box  dabei. Auf den meisten Campingplätzen im südlichen Afrika verfügt jeder Stellplatz über seinen eigenen Grill. Unser Grillzwerg kam also kaum zum Einsatz. Mittlerweile haben wir ihn durch eine größere Feuerschale mit Grillaufsatz ersetzt. Nach einem Jahr Afrika ist das Bedürfnis nach Lagerfeuer und einem ordentlichen Grillrost groß.

Gaskocher + Gasflasche

Wenn wir nicht gegrillt haben kamen wir prima mit unserem Zweiplattenkocher zurecht. Sogar unsere deutsche Gasflasche haben wir überall befühlt bekommen. Nicht immer auf Anhieb, aber die großen Gasanbieter wie Afrox und Oryx hatten meistens Adapter zur Hand. In Durban hat uns ein lokaler Gasspezialist seinen handgefertigen Adapter für verkauft. Der machte aus unserem deutschen Ansschluss einen südafrikanischen CADAC-Anschluss.

Töpfe

Das Esbit Kochgeschirr begleitet uns nun schon seit Jahren, ohne Kratzer, ohne Delle. Die beiden Töpfe und die Pfanne lassen sich praktisch ineinander stapeln und nehmen so wenig Platz weg. Und sie klappern während der Fahrt nicht.

Dutch Oven

Der gusseiserne Feuertopf wird in Südafrika “potje” genannt. Ausgesprochen wird das “poiki”.  Aufläufe, Eintöpfe, sogar Brot und Kuchen gelingen in dem Wundertopf. Das A und O ist die richtige Pflege: man muss ihn immer schön mit Metallwolle abschrubben und mit Öl einlassen. Dann brennt nichts an. Ein Bekannter gab uns auch den Tipp den Deckel und den Topfrand mit Schmiergelpaste einzureiben und den Deckel so lange festzudrehen, bis Topf und Deckel fast luftlos schließen.

Alu-Staukiste

Alle Küchenutensilien, Teller, Töpfe, Schüsseln, Tassen, Becher und Besteck passen perfekt in unsere kleine Alu-Staukiste. Wir haben noch eine größere Version für Handtücher, Schuhe, Taschen und Ausrüstung.

Sonstiges Küchengerät

  • Pfanne
  • Teller
  • Besteck
  • Schüsseln
  • Tassen und Becher
  • Weingläser
  • Kaffeekanne / Espressokanne
  • Thermoskanne
  • Faltschüssel

 

Packliste: Ausrüstung

Satellitentelefon

Wir haben uns für unseren Afrika-Roadtrip gegen ein Satellitentelefon entschieden. Wir waren zwar in abgelegenen Gegenden unterwegs, aber wir fanden ein Satellitentelefon und den dazugehörigen Vertrag unverhaltnismäßig teuer. Das Mobilfunknetz im südlichen und östlichen Afrika ist besser als unser deutsches. Der inReach Satellitenmessenger erlaubt das Absetzen von SOS-Signalen, eine Antwortfunktion und Satellitentracking. Für uns die perfekte Lösung.

Wasserkanister

Unser Frischwasser füllen wir in zwei 25 Liter Kanister. Haltbar machen wir es mit Silberionen . Auf unserer Reise hatten wir die beiden Kanister im Auto verzurrt. Mittlerweile haben wir einen Frischwassertank eingebaut.

Luftkompressor

Für Overland-Reisen in Afrika ist ein guter Kompressor unverzichtbar. Anfangs hatten wir noch einen schwächeren an Board, der 35 Liter / Minute in den Reifen füllt. Nach der ersten Sandpiste, bei der wir den Luftdruch gehörig reduzieren mussten, kam der kleine Blasebalg an seine Grenzen. Im nächsten Baumarkt haben wir auf eine größere Variante aufgerüstet.

Heizwürfel

Eine Standheizung haben wir uns gespart. Es kann zwar auch in Afrika kalt werden, aber ein warmer Schlafsack und eine Wärmflasche tun es auch. Für alle Härtefälle schmeißen wir den kleinen Heizwürfel an. Strom dafür haben wir noch immer gefunden.

Tarp

Auch die Markise haben wir uns gespart. Und es nie bereut. Wir schwören stattdessen auf unser Tatonka Tarp. Mit drei Teleskopstangen  haben wir das Tarp schnell zu einem Regendach oder einem Sonnensegel gefaltet und abgespannt.

Really Useful Boxen

Damit nicht alles in unserem Innenausbau herumfliegt, packen wir Vorräte, Bergeseile, Ersatzteile und Ausrüstung in Really Useful Boxen.

Sonstige Ausrüstung

 

Packliste: Werkzeug & Ersatzteile

Welche Werkzeug auf Reisen?

Geht unterwegs doch mal was kaputt oder will gepflegt werden, haben wir noch Werkzeug, Ersatzteile und Bergezeug dabei. Hierzu gibt es zahlreiche Listen im Netz großartige Zusammenstellungen in verschiedenen Overlander-Handbüchern. Vergleichsweise haben wir hier etwas weniger dabei, als üblich. Aber: wir haben uns beschränkt auf die Dinge, die wir uns auch selbst zutrauen.

Batterieladegerät

Ohne unseren Smart Battery Charger hätten wir während unseres Afrika-Jahres mindestens zwei Batterien geschrottet. Über Ringösen haben wir einen festen Anschluss an unsere Versorgerbatterie gelegt. Die Startetbatterie pflegen wir über die Krokodilklemmen. Das schlaue Ladegerät durchläuft mehrere Phasen, prüft, pflegt und lädt die Batterie.

Fiskar Universal Axt

In Afrika gibt es selten Holzkohle. Gegrillt wird über hartem Holz. Im südlichen Afrika bekommt man das noch in handlichen Paketen. Ab Sambia werden lange Äste am Straßenrand verkauft. Unsere Fiskar Axt war also oft im Einsatz. Sie liegt gut in der Hand und nimmt nicht zuviel Platz weg.

Klappspaten

Zum Sandschaufeln hätten wir uns einen längeren Griff gewünsch. Ansonsten waren wir mit unserem Klappspaten wunderbar zufrieden. Meistens haben wir ihn zum Aufräumen der Feuerstellen genutzt. Klein, kompakt, stabil.

Ratschenkasten

Soviele Jahre hatte ich einen Billigwerkzeugkasten mit schrottigem Werkzeug. Vor unserer Reise habe ich mir einen vernünftigen Ratschenkasten angeschafft und seitdem nie wieder mit einer Schraube zu Kämpfen gehabt. Für die Landy-Radmuttern habe ich noch eine 27”-Nuss dazugekauft.

Drehmomentschlüssel

Wir ziehen unsere Radmuttern immer selber nach. Bekannten von uns sind im Tiefen Norden Namibias beim Reifenwechsel zwei Radschrauben gebrochen. Weil die Muttern zu fest angezogen waren. Wir haben uns angewöhnt, nach langen holprigen Pisten immer mal die Muttern nachzuziehen. Man weiß ja nie.

Sonstiges Werkzeug & Ersatzteile

 

Packliste: Schlafen im Campervan

Schlafen im Defender: Mit Matratze und Lattenrost

Bevor wir unser Klappdach einbauen ließen, bauten wir abends unseren Innenausbau zu einer Liegefläche mit Luftmatratzen um. Gemütlich, aber auf Dauer nicht wohnlich, vor allem, wenn das Wetter einen mal zwingt, mehr Zeit im Auto zu verbringen. Mit dem Hubdach ist das Wohngefühl und der Raumgewinn in unserer blauen Elise deutlich komfortabler.

  • Outdoor Kissen
  • Hängematte / Laybag
  • Matratze & Lattenrost
  • Isomatte für das Notbett
  • Schlafsack
  • Schlafsack Inlett
  • Moskitonetz (Format Zelt mit Reißverschluss)
  • Bettwäsche

Packliste: Reiseapotheke & Hygiene

Reiseapotheke

Um etwas Ordnung im Camper zu schaffen, haben wir einen Tailgate-Organizer an die Hecktür getackert. Hier ist nun in etlichen kleinen Packtaschen viel Platz für nützlichen Kleinkram, unsere Reiseapotheke und unsere Kulturbeutel.

Dem Thema Reiseapotheke hat Birgit einen eigenen Artikel gewidmet.

 

Packliste: Klamotten & Schuhe

Unseren Innenausbau haben wir so konzipiert, dass Birgit und ich jeweils unseren eigenen kleinen Kleiderschrank haben. So fliegt nichts durcheinander und jeder kann packen soviel oder was sie möchte. Zwei Stapel zusammengelegte Kleiderhaufen passen perfekt nebeneinander, so dass wir meistens etwas mehr Klamotten dabei haben, als wir evtl. bräuchten.

Für die grobe Planung, was wir auf unseren Roadtrips dabei haben, gilt in etwa diese Faustregel:
Tage * Unterhosen (maximal 10)
Tage * Socken oder Füßlinge / 2 (bei Reisen in warme Länder, maximal 10)
Tage * Socken oder Füßlinge * 2 (bei Outdoor-Wander-Urlaub, maximal 10)
Tage * T-Shirts (maximal 10)
Tage * T-Shirts * 2 (bei hohem Anteil Outdoor-Aktivität)
Tage * Hosen / 3

Und letzten Endes habe ich dann doch immer die gleichen drei Teile an :-) Zu meinen Lieblingssachen gehören definitiv:

 

Packliste: Gadgets & Fotoausrüstung

Kamera für Reise- und Tierfotografie

Und weil ich gern fotografiere, blogge und eben überhaupt ein Nerd bei Nature bin, schleppe ich noch etwas Tekkiekram mit mir rum. Unterwegs leistet mir mein innig geliebter Crumpler Fotorucksack treue Dienste. Für die Fahrt, habe ich eine der Stauboxen mit Isolatormatten verkleidet und nun eine rüttelfreie Transportmöglichkeit für meine Kameraausrüstung.

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3 Kommentare

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