Sambia und Malawi 2012 – Route und Kartenmaterial

Aktualisiert am 14. November 2016 um 03:22

Am Mittwoch geht sie endlich los: Unsere Tour Sambia-Malawi-2012.

Wir beginnen unsere Reise in Johannesburg, wo wir nachmittags an einem Offroad-Fahrertraining teilnehmen. Abends treffen wir Walter, den wir vergangenes Jahr im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark kennengelernt haben zu einem Glas Wein. Am nächsten Tag geht es dann schon weiter nach Livingstone, wo wir unseren Toyota Landcruiser in Empfang nehmen. Ab diesem Zeitpunkt liegen drei Wochen Zambia und Malawi vor uns.

Die vorläufige Route

Livingstone – Lusaka – Petauke – wenn die Straßen gut sind, nehmen wir die Petauke-Road in den South Luangwa-Nationalpark – wenn nicht geht es über Chipata nach Mfuwe – South Luangwa Nationalpark – Nsefu-Sektor – Lundazi – über die Grenze nach Malawi – Mzuzu – Chinteche – evtl. Kasungu NP oder Salima – Lilongwe (Hauptstadt von Malawi) – und dann wieder zurück über Chipata.

Im South Luangwa Nationalpark und am Malawisee wollen wir uns schön Zeit lassen: die Gegend erkunden, viele Tierbeobachtungsfahrten machen und den See geniessen.

Alternativ haben wir noch den Lower Zambesi Nationalpark auf dem Zettel und vielleicht, wenn es sich zeitlich ausgeht, noch einen kurzen Abstecher nach Botswana in den Chobe Nationalpark.

Die Hauptsache in diesem Jahr ist aber: mehr geniessen, weniger Tage auf der Straße. Wir lassen es auf jeden Fall ruhiger angehen und freuen uns, dass wir diesmal gar nichts vorgebucht haben und damit absolut flexibel sind.

Da wir in diesem Jahr noch keinen wirklichen Plan haben, wann es wo lang geht, habe ich mir ein paar mehr Gedanken zum Thema Landkarten gemacht.

Zambia und Malawi - Karten

Vorab: Eine große Auswahl gibt es leider weder für Zambia noch für Malawi und das meiste davon ist ehrlich gesagt: Schrott! Die Maßstäbe sind oft viel zu klein, so dass diese Karten dann für die doch oft unscheinbaren Einfahrten von Schotterpisten absolut ungeeignet sind. Entweder fehlen die Straßen komplett oder die relevanten Wegpunkte sind einfach nicht zu erkennen.

Die Entscheidung, uns ein eigenes Navigationsgerät mit entsprechendem Kartenmaterial zu kaufen, war also schnell getroffen. Eines beim Autovermieter zu mieten, ist meiner Meinung nach reiner Wucher.

Garmin – Handgerät oder Navi?

Ich habe mich schnell für ein Garmin nüvi 2405LMT entschieden. Warum Garmin? Weil ich Garmin für einen der besten Navi-Hersteller halte (noch aus meinen IT-Verlagszeiten) und die Geräte mit den Karten von Tracks4Africa umgehen können. Ein überzeugendes Alleinstellungsmerkmal, die anderen Navis sind da nicht so flexibel und zusätzliches Kartenmaterial bekanntlich teuer. Über die Karten von Tracks4Africa hatte ich schon von mehreren Afrika-Reisenden nur Positives gehört.

Also habe ich das Navi für 75 Euro noch mit den kompletten GPS-Karten von Tracks4Africa bestückt. Alle Lodges und Wegpunkte, die ich getestet habe, wurden einwandfrei gefunden. Zweimal im Jahr gibt es ein Update, das erste ist kostenlos im Kaufpreis enthalten. Die Detailtiefe hat mich schon jetzt überzeugt. Das Navi warnt sogar vor Potholes (besonders tiefen Schlaglöchern) oder weggespülten Brücken.

Für ein Outdoor-Handgerät hätte gesprochen, dass der Akku erheblich länger durchhält. Aber wenn man sich ehrlich ist, werden wir wohl nicht tagelang alleine durch den Busch laufen, sondern doch den Großteil der Reise im Auto verbringen. Da ist ein größeres Display in Farbe schon angenehmer. Die Handgeräte sind außerdem um ein Vielfaches teurer und hier in München hätten wir dafür nicht all zuviel Verwendung.

Mit der Basecamp-Software habe ich die Karten ratz-fatz installiert und über die Suche schon die ersten Koordinaten einiger Campsites als Favoriten gespeichert.

Für den Fall, dass uns das GPS im Stich lässt, habe ich sicherheitshalber trotzdem noch Faltkarten dabei.

Die Faltkarten

Wichtig war mir vor allem ein größerer Maßstab, um auch die kleineren Pisten gut identifizieren zu können.

Zambia Road Map, 2nd extended edition 2010, Maßstab 1: 1.500000, Hupe Verlag

Da wir auch den Hupe-Reiseführer verwenden, hoffe ich, dass diese Karte eine gute Ergänzung bildet. Tankstellen, Entfernungen, einige Campsites und die GPS-Koordinaten wichtiger Wegpunkte in den Nationalparks sind eingezeichnet.

Mozambique & Malawi, 2011/12 Edition, Maßstab 1:1.000000, Tracks4Africa

Macht schon auf den ersten Blick einen hilfreichen Eindruck. Der Maßstab ist doch deutlich größer. Zu einzelnen Streckabschnitten ist nicht nur die Entfernung, sondern auch noch die geschätzte Fahrzeit angegeben.

Ob sich die theoretischen Überlegungen auch in der Praxis bewährt haben, erfahrt ihr dann im November, wenn wir wieder zurück sind.

Garmin nüvi

2 Comments

  1. Da ist aber noch lange hin, bis November… Vielleicht findet sich ja auch in Afrika mal Gelegenheit, den einen oder anderen Beitrag zu posten, praktisch Gegenwartseindrücke zu schildern (oder Live-Impressionen, wie der “Neudeutsche” so sagt)?

  2. Klar, das versuche ich auf jeden Fall. Im südlichen Afrika gibt es ja doch in den meisten Lodges kostenloses Wi-Fi.

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